Gemeinsame Sitzung des Gemeinderates mit dem Arbeitskreis Asyl Edling:

1. Begrüßung

Begrüßung durch 1. Bürgermeister Matthias Schnetzer
Die erste Flüchtlingsunterkunft in Edling entstand im Jahre 2013  in der Nußbaumstraße; Ende 2015 wurde dann der Wohncontainer sowie die Unterkunft in der Lärchenstraße in Betrieb genommen.
Herr Schnetzer bedankt sich für die freiwillige Arbeit des Arbeitskreises Asyl; dies sei nicht selbstverständlich und dafür gebührt dem Arbeitskreis großer Dank.

Begrüßung durch Herrn  Dr. Stefan Schweitzer
Herr Dr. Schweitzer bedankt sich bei Herrn Bürgermeister Schnetzer sowie dem Gemeinderat für das zahlreiche Erscheinen; dies zeige Offenheit gegenüber der politischen Verantwortung.

2. Vorstellung Arbeitskreis Asyl Edling

Herr Dr. Schweitzer stellt die Tätigkeiten, Zielsetzungen, Organisationsstrukturen, Unterstützungsleistungen des Arbeitskreises vor. Der AKE besteht nunmehr seit März 2015 und hat derzeit ca. 50 Helferinnen und Helfer.

Der AKE berichtet über Aktivitäten und Aktionen durch Beiträge in den Edlinger Nachrichten, der örtlichen Presse sowie auf der eigenen Homepage unter www.ak-asyl-Edling.de

3. Erfahrungsbericht – Integration

Der mittlerweile anerkannte Flüchtling Shakil ist nunmehr seit August 2015 in Edling und wie man hört, sehr bemüht die deutsche Sprache zu erlernen. Er berichtet, dass er seit zwei Jahren in der Bundesrepublik ist und vom Auffanglanger in München mit dem Bus nach Edling in die Nußbaumstraße gekommen ist, dort lebte er etwa ein Jahr bis er dann in die Lärchenstraße umverlegt wurde. Derzeit besucht Shakil im 2. Jahr die Berufsschule in Wasserburg, wo er neben Deutsch auch andere Fächer wie Mathe etc. erlernt. Der Berufsschulalltag sieht an 2 – 3 Tagen die Woche auch ein Praktikum vor; dieses absolvierte Shakil bei mehreren Stellen. Am Wochenende arbeitet Shakil im Freizeitpark in Oberreith. Shakil fühlt sich sehr wohl in Edling und hofft, auch eine Ausbildungsstelle in Edling zu bekommen.

4. Problemstellungen AKE/Diskussion

Bezüglich der Auflösung der Unterkunft in der Nußbaumstraße teilt Herr Dr. Schweitzer mit, dass diese Unterkunft nicht einer Unterkunft in einer zivilisierten Gesellschaft entsprach. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt Rosenheim unter Vorlage von Bildern wurde dann die Unterkunft geräumt und die Bewohner verlegt.

Herr Rüdiger Korus, Mitglied des AKE, teilt bezüglich der Wohnraumunterkunft mit, dass die anerkannten Flüchtlinge sog. Fehlbeleger in den Flüchtlingsunterkünften sind; d. h. diese Flüchtlinge müssen/sollen sich eine Wohnung suchen und werden durch das Jobcenter betreut. Für die anerkannten Flüchtlinge gestaltet sich die Wohnungssuche in Edling mehr als schwierig, da Wohnraum knapp ist und viele auch keine Flüchtlinge als Mieter haben wollen.  Das Jobcenter bezahlt die Mieten; derzeit beträgt die Bruttokaltmiete lt. Herrn  Korus für eine 5köpfige Familie ca. 750,00 Euro. Herr Korus bittet, die Flüchtlinge bei der Suche nach Wohnraum zu unterstützen. Die Ansprüche sind nicht so hoch wie unsere, hier könnten auch alte Räume/Häuser hergerichtet werden. In Edling brauchen derzeit 4 einzelne Personen,  ein Pärchen und eine Familie mit 8 Personen sowie eine Familie mit 9 Personen eine Wohnung. Drei anerkannte Familien haben mit Hilfe des AKE bereits eine Wohnung in Edling beziehen können.

Laut Herrn Dr. Schweitzer gestalte sich auch die Beschäftigung der Flüchtlinge sehr schwierig. Es ist kaum möglich, hier einen Praktikumsplatz bzw. einen Arbeitsstelle zu finden. Der Wunsch des AKE an den Edlinger Gemeinderat wäre, an die Edlinger Gewerbetreibenden (Fa. Edling) mit der Bitte um Unterstützung  heranzutreten. In Edling leben derzeit viele Jugendliche, welche die Berufsschule in Wasserburg besuchen, im Anschluss hieran sollten diese eine Lehrstelle antreten. In Edling leben aber auch ältere Personen zwischen 30 und 40 Jahren, welche derzeit einen Deutschkurs besuchen und die auch eine Arbeit benötigen. Es wäre eine gute Idee, wenn die Betriebe, die bereit wären Flüchtlinge einzustellen,  ihre Arbeit vorstellen könnten, da viele Flüchtlinge keine Vorstellung zu den einzelnen Berufen haben. Der Arbeitskreis wird dann unterstützend zur Seite stehen. Außerdem bekommen die Betriebe, die Flüchtlinge einstellen, bestimmte Leistungen seitens der Bundesagentur für Arbeit.

5. Resümee:

Herr  Bürgermeister Schnetzer bedankt sich beim Arbeitskreis Asyl für die gemeinsame Sitzung. Es ist ganz wichtig, solche Dinge aus 1. Hand zu hören. Der Arbeitskreis sei mittlerweile ein fester Bestandteil in der Gemeinde Edling.

Herr Dr. Stefan Schweitzer bedankt sich im Abschluss ebenfalls beim Gemeinderat der Gemeinde Edling, Herrn 1. Bürgermeister Matthias Schnetzer sowie bei allen anderen die so zahlreich erschienen sind. Der Arbeitskreis Asyl schätzt die Wertschätzung, die ihm seitens des Gemeinderates entgegengebracht wird.

6. Bildpräsentation:

Im Abschluss werden noch Fotos der letzten Jahre gezeigt, die Frau Regina Klein zusammengestellt hat.